Die Deutsche Bundesbahn


Im Februar 1961 kommen die ersten 200 spanischen Gastarbeiter zur Deutschen Bundesbahn nach München. Die meisten von ihnen sind Arbeiter und stammen aus Madrid. Sie wurden von der spanischen Gewerkschaft geworben, die sich auch um alle Formalitäten kümmerte. Ab 1963 entstehen die Wohnheime für die ausländischen Bundesbahn-Arbeitnehmer. Das erste spanische Wohnheim wurde in der Ginhardstr. 40 eingerichtet, wo 2 bis 5 Personen in einem Zimmer und bis zu 12 Personen in einer Wohnung lebten. Jede Wohnung verfügte über eine Gemeinschaftsküche und Waschgelegenheiten. Die Duschen befanden sich im Keller. Weitere Wohnheime befanden sich in der Wintfriedstraße, der Gravelottestraße, der Nymphenburgerstraße, bei den Ausbesserungswerken Freimann und Neuaubing und in Pasing. Vom 7. bis 11. Oktober 1968 findet in Bremen der 8. Ordentliche Kongress der Deutschen Eisenbahnergewerkschaft GdED statt. Als Vertreter der spanischen Gewerkschaftsmitglieder der Bahnstation München-Laim nimmt José Mestanza (auf dem Foto rechts) an der Tagung teil. In seiner Rede fordert er u. a. die Zuweisung von günstigen Firmenwohnungen an spanische Arbeitnehmer. Einige Monate später werden die ersten freien Wohnungen an spanische Familien vergeben.

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